Bereits im März titelte der NDR: „Zu wenig Sprachkurse für Geflüchtete nach Kürzungen“. Die in dem Bericht schlüssig geschilderte Ausgangslage, die dem Senat zu dem Zeitpunkt längst bekannt war, machte deutlich, welche Maßnahmen hätten erfolgen müssen. Der Senat appellierte zwar an den Bund, dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ausreichend Mittel für Berufssprachkurse bereitzustellen, doch im Ergebnis wurden in den ersten beiden Quartalen bis Ende Juli nur 33 Berufssprachkurse an die Anbieter in Hamburg verteilt, 2024 waren es 159.
Am 3. August 2025 schrieb das „Hamburger Abendblatt“: „Insolvenz: Bekannte Sprachschule in Hamburg gerät in Finanznot“. Welche finanziellen und gesellschaftlichen Folgen es für Hamburg hat, dass tausende Flüchtlinge und Zuwanderer nicht zeitnah einen Berufssprachkurs machen konnten und deswegen auch dem Arbeitsmarkt noch nicht zur Verfügung stehen, ist schwer bezifferbar.
